Stipendien

Bildung ist der Schlüssel gegen Arbeitslosigkeit und Armut.

Durch die Vergabe von Stipendien möchten wir hilfsbedürftigen jungen Menschen im südlichen Afrika, speziell in Namibia und Malawi, eine Zukunftsperspektive bieten.

Darum fördert der Verein Waisenhaus Kalkfeld e.V mit Hilfe der Stipendien insbesondere:

– eine anerkannte reguläre Schulausbildung mit Abschluss 

– Förderung der Schwächeren durch Nachhilfe und Ergänzungsunterricht

– einen High-School-Besuch für qualifizierte Schüler:innen 

– Finanzierung eines Studiums für besonders begabte Absolvent:innen

Dazu gehört auch der Kauf von Schuluniformen und Lernmaterialien, die Bezahlung von Schulgeldern/ Studiengebühren und die Unterbringung in Schülerheimen.

Wir freuen uns aktuell (Dezember 2021) sechs junge Frauen und Männer aus dem Waisenhaus in Kalkfeld mit Stipendien für ihre weitere Ausbildung zu unterstützen.

Unsere Stipendiaten

Domain
ist Stipendiat seit 2020 und studiert Embedded Nursing am Icarehealth Institute in Swakopmund

Senderela
ist Stipendiatin seit 01/2021 und studiert Business Administation am Monitronic Success Collage in Otjiwarongo

Popyeni
ist Stipendiatin seit 2021 und studiert Office Administration am Monitronic Success College in Otjiwarongo

Frederick
ist Stipendiat seit 01/2022 und studiert Plumping & Pipe Fitting im COSDEC in Swakopmund

Rioldes
ist Stipendiat seit 2020 und studiert Electrical Engineering am AIMS Training Center in Arandis

Shervaline
war Stipendiatin bis 12/2021 und hat ihren Abschluss in Toursim & Hospitality Management im Monitronic Success College in Otjiwarongo gemacht.

Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung unserer Stipendiaten, ihrer Selbständigkeit und Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Da auch in Namibia WhatsApp sehr beliebt ist, stehen wir in einem dauerhaften Kontakt zu den Stipendiaten und können so an ihrem Alltag teilhaben.

​Auch in Zukunft wollen wir weiteren Persönlichkeiten aus Kalkfeld und Namibia die Möglichkeit geben zu studieren und nach der Schule ihr eigenes Leben zu gestalten.


News von den Stipendiaten


  • Neue Schuluniform für Domain

    Domain studiert Auxillary Nursing am I Care Health Institute in Swakopmund. Anfang März hat er mit dem zweiten Semester gestartet und endlich seine lang ersehnte Schuluniform erhalten. Natürlich musste diese direkt für ein Fotoshooting mit seinen Komillitionen genutzt werden.

    Domain (Mitte) und einige seiner Komillitonen

    Wir kennen Domain schon viele Jahre, da er im Waisenhaus in Kalkfeld gelebt hat. Seine High School hat er in Otjiwarongo absolviert und 2021 hat er von uns ein Stipendium für sein Studium in Swakopmund erhalten.

    My name is Domain and I am a student at I care health institute. It is a wonderful opportunity for me to be at such a great institute. We had 9 to 10 modules first semester and in the second semester we only have six modules:

    • Non communicable and communicable disease
    • Applied social science in the health illness
    • Oncology
    • First aid and basic emergency care
    • Basic midwifery
    • Auxiliary practice
    • Entrepreneurship in the health sector

    They are very much interesting. Especially when we are being taught by the lectures.

    Im really living a simple and easy life. Not a life of wanting to have more then im already receiving but a life of appreciating and giving good quality marks to my Sponsors. I am greatful to have this opportunity in life and I will not waste any chance of it. Its only a one shot in life there might be no second chance so I am giving all my best for it.

    During my spare time I go to the library and do some research on my modules or topics I do not understand on my own. When I am done with school work I go for soccer practice or just be in the house. I like watching movies on my phone or the laptop.“

  • Zu Besuch bei unseren Stipendiaten

    Im Oktober 2021 hat Vanessa eine Woche lang die Stipendatinnen und Stipendiaten in Namibia besucht.

    Vanessa berichtet: „Rioldes studiert in Arandis am AIMS Vocational Training Center. Dort habe ich auch seine Lehrer getroffen, welche äußerst positiv über ihn berichtet haben. Das Training Center beinhaltet Klassenräume und Räume für den Praxisunterricht. Diese durfte ich mir anschauen. Rioldes ist im Haus der Sekretärin untergebracht, denn in Arandis gibt es kein Hostel für Jungen/ Männer. Auch die Sekretärin ist mit Rioldes und seiner Entwicklung sehr zufrieden. Sie beschreibt ihn als still, aber sehr verantwortungs- und pflichtbewusst.

    In Swakopmund habe ich drei Tage gemeinsam mit Popyeni, Domain und Frederik verbracht. Domain steckte mitten in der Klausurenphase und ich habe ihn auch an seiner Schule im „I Care Health Trainings Center“ besucht. Frederik war im Oktober noch in der High School und lebte in sehr einfachen Verhältnissen in einem Randbezirk von Swakopmund. Der junge Mann ist völlig auf sich selbst gestellt. Wir haben ihn vor Ort mit Kleidung, Nahrungsmitteln und einem Solarladegerät unterstützt. Ab Januar wird er mit unserer Hilfe ein Studium beginnen- sein Wunsch ist es Plumping & Pipe Fitting zu lernen. Popyeni hatte im Oktober gerade ihren Vorkurs in Business Administration in Swakopmund abgeschlossen. Gemeinsam bin ich mit ihr und Mishek nach Otjiwarongo gefahren, um ihre Bewerbungen für einen Studienplatz im Bereich Office Administration abzugeben.

    Gemeinsames Mittagessen in Swakopmund

    In Otjiwarongo habe ich Senderela, Shervaline und Lena in ihrem Hostel besucht. Dort konnte ich ihre Zimmer sehen und einen kurzen Einblick in ihren Alltag bekommen. Auch mit der Hausmutter des Hostels konnten wir sprechen. Senderela und Shervaline teilen sich ein Zimmer und sind sehr gute Freundinnen. Mit Shervaline habe ich lange über ihre Zukunftspläne gesprochen- sie möchte sehr gerne auf einer Lodge oder in einem Restaurant arbeiten. Sie hat im Dezember ihr Studium im Bereich Tourism and Hospitality Management im Level 5 abgeschlossen. Senderela kümmert sich hervorragend um die Belange der Stipendiaten und koordiniert auch deren Aktivitäten. Sie hat auch schon einen Nebenjob in Otjiwarongo gehabt.

    Insgesamt habe ich einen sehr positiven Eindruck von unseren Stipendiaten und Stipendiatinnen. Es sind verantwortungsvolle, junge Männer und Frauen, welche die Chance haben ihre Zukunft zu gestalten. Sie sind sehr engagiert und motiviert. Dennoch ist es für sie nicht einfach sich im komplexen namibischen Bildungssystem zurecht zu finden. Nur durch die Stipendien haben sie die Chance überhaupt ein Studium durchzuführen.“