Aufenthalt am Waisenhaus 2014

 

 

Eine weitere Herausforderung war der Kauf der Schuluniformen. Es gestaltete sich als sehr schwierig für 32 Kinder passende Schuluniformen zu kaufen. Problematisch waren nicht nur die unbekannten Kleidungsgrößen, sondern auch die Art der Uniform, da die Kinder auf verschiedene Schulen gehen und natürlich jeweils andere Uniformen brauchten. Auch die Lagerbestände in den Geschäften reichten nicht für 32 Kinder. Doch nach drei Anläufen haben wir auch das geschafft.

 

Zum Abschluss noch ein paar Worte zur aktuellen Entwicklung des Waisenhauses: Momentan ist die deutsche Managerin Simone Nieter vor Ort und plant die nächsten vier Jahre am Waisenhaus tätig zu sein. Gisela und Justine sind als Hausmütter selbstverständlich auch noch am Waisenhaus und zentrale Ansprechpartner für die Kinder. Außerdem gibt es fünf weitere Mitarbeiterinnen die sich um die Mahlzeiten, das Putzen, die Wäsche und den Garten, aber natürlich auch um die Kinder kümmern.

Momentan leben am Waisenhaus 32 Kinder. Doch das Haus ist tagsüber gut gefüllt, da auch die Kinder aus der Nachbarschaft oft zu Besuch sind. Insgesamt können wir sagen, dass es den Kindern gut geht. Sie haben viel Freude, passen gut auf einander aus und haben ein schönes Zuhause. Im Vergleich mit den anderen Bewohnern in Kalkfeld ist das Waisenhaus wirklich wunderschön.

 

 

Nach sechs Wochen sind wir wieder zurück: Im Gepäck unzählige Eindrücke und prägende Erlebnisse. All diese Erlebnisse im Detail aufzuschreiben würde wahrscheinlich die Geduld der Leser überstrapazieren. Deshalb gibt es an dieser Stelle nur einen kurzen Bericht.

Wir hatten insgesamt eine tolle Zeit mit den Kindern. Unser Eindruck ist, dass die Kinder sehr froh waren, dass wir uns mit ihnen beschäftigt haben. So sehr sich die Hausmütter bemühen, bei über 32 Kindern ist es schwer jedem Kind genug Aufmerksamkeit zu schenken. Die Kinder waren dankbar wenn wir Zeit mit ihnen verbracht haben. So haben wir zum Beispiel an einem Tag über vier Stunden lang gemeinsam Duplo gespielt. Besonders interessant war, dass nicht nur die kleinen Kinder, sondern auch die großen Jungs mitgespielt haben.

Doch nicht nur bei den Spielen waren die Kids mit dabei, auch wenn es um „Arbeit“ ging, haben sie gerne geholfen. So haben wir den Aufenthaltsbereich der Jungen gemeinsam mit allen Jungen gestrichen. Diese haben unsere Anleitung gut angenommen und alle viel Spaß während der Arbeit und viel Freude am fertigen Ergebnis.

Neben all den Spielen und gemeinsamen Aktionen mit den Kindern erledigten wir viele Einkäufe. Die Bandbreite unserer Anschaffungen ist schwer zu beschreiben. Natürlich haben wir viele Lebensmittel und Dinge für den täglichen Bedarf wie Duschgel, Putzzeug und Handtücher gekauft; auch haben wir Spielzeug für die Kinder wie Bälle, Hoolahoop-Reifen und mehr besorgt. Baumaterialien wie Farbe, Pinsel, Akkuschrauber, Regalböden aus Holz, Schrauben und unzählige andere Dinge um aktiv das Waisenhaus weiterzugestalten mussten angeschafft werden.

 

Ein weitere großer Teil unserer Einkäufe führte uns in die Stoff- und Bastelläden Namibias. Wir kauften verschiedene Materialien um eine Souvenirecke einzurichten, in der Touristen nun kleine Geschenke kaufen können um somit das Waisenhaus zu unterstützen. Gemeinsam mit den Kindern bastelten wir zum Beispiel kleine Schlüsselanhänger in Herzchenform aus Fell. Außerdem näht die Hausmutter Justine Tischsets und Tischdecken mit Afrikamotiven. Zusätzlich haben wir ein Lager eingerichtet, eine Trinkstation erstellt, den Hühnerstall verbessert, Material für den Garten sowie neue Gemüsesamen gekauft und vieles, vieles mehr.

 

Besonders problematisch sind uns in diesen sechs Wochen die Entfernungen für Besorgungen aufgefallen. Es ist immer ein riesiger Aufwand ins Krankenhaus zu fahren oder einfach nur Lebensmittel einzukaufen. Außerdem ist die Planung und Verwaltung der Einkäufe schwierig. Auch bekommen die Mitarbeiter immer noch kaum und nicht regelmäßig Gehalt.

Wir werden an diesen Bereichen noch weiter arbeiten und hoffen auch diese noch verbessern zu können. So hat der Verein beschlossen einen kleinen monatlichen Beitrag für das Gehalt der Mitarbeiter auszugeben und auch weiterhin das Waisenhaus mit Lebensmitteln zu unterstützen.

Zum Abschied hat Gisela ein großes Picknick für uns organisiert bei dem wir gemeinsam gespielt haben, lecker Kartoffelsalat und Bratwürstchen gegessen haben und abschließend die Herzenswünsche verteilt haben. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns der folgende Satz von Shervaline während unserer Verabschiedung: „In the time you were here, we went to bed with a smile in our faces." (In der Zeit in der ihr hier wart, sind wir mit einem Lächeln im Gesicht ins Bett gegangen).

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